Backpapier

Backtrennpapier, parchment paper (eng.), papier sulfurisé (franz.), papel sulfurizado (span.)

Beschreibung

Backpapier, auch Backtrennpapier, ist ein beschichtetes Papier. Es wird in Backformen und auf Backblechen ausgelegt, um das Ankleben des Backgutes zu verhindern. Dadurch entfällt das früher häufig genutzte Einfetten. 
Backpapier kann in der Regel bis 220 °C eingesetzt werden, für manche Spezialfolien bis 250 °C. Es darf nicht direkt mit Heizstäben, offenen Flammen oder sehr heißen Oberflächen (z. B. Grillstäben) in Kontakt kommen, da die Papierschicht sonst verbrennen kann. Bei fettarmen Rezepten ist es ideal, um ein Ankleben zu verhindern – bei sehr saftigen Speisen kann dennoch etwas Fett aufs Papier tropfen, das unter längerer Hitze dunkel werden kann.
Pergamentpapier wird auch zum Kochen »en papillote« verwendet , einer Technik, bei der Lebensmittel in geschlossenen Beuteln aus Pergamentpapier gedämpft oder gekocht werden.

In der Vergangenheit wurde meist mit verschiedenen Fettarten beschichtetes Pergamentpapier verwendet. Heute lassen sich Backpapiere grob in mehrere Klassen unterteilen:

In Europa sind dabei heute überwiegend die silikonbeschichteten Varianten im Angebot.

Metsä Tissue ist mit seinem Produkt SAGA der weltweit größte Hersteller von Backpapier. 99 % der in Deutschland verkauften Backpapiere werden im Werk in Birkesdorf hergestellt.

Verwendung

Vorteile im Überblick

Praxistipps

Geschichte

Schon aus der römischen Rezeptesammlung De re coquinaria des Apicius ist bekannt, dass Papier zum Abdecken oder Einwickeln von Speisen, die im Backofen zubereitet werden sollten, benutzt wurde.

Aus deutschen Schriften des 17. bis 19. Jahrhunderts geht hervor, wie Papier hergestellt wurde, welches ein mittelmäßiges Feuer vertragen konnte. In der Küche wurden Papiere mit Butter oder Baumöl eingefettet, um im Backofen ein Einbrennen der Speisen in den Bratgefäßen zu verhindern.

 22.08.2025, 13:06:02